30.08.24

WMS Messsystem – Die perfekte Passform für gesunde Kinderfüße
Das WMS Messsystem ist ein bundesweit anerkanntes Qualitätssiegel des Deutschen Schuhinstituts (DSI) für die einheitliche Vermessung von Kinderfüßen und die Passform von Kinderschuhen. WMS steht für die drei Weiten „Weit", „Mittel" und „Schmal" und bezieht sich auf das Ballenvolumen des Kinderfußes. RICOSTA und PEPINO gehören zu den geprüften Lizenznehmern des Siegels und fertigen ihre Kollektionen nahezu vollständig nach WMS-Richtlinien.
Was steckt hinter dem WMS Messsystem?
Das WMS Messsystem kombiniert Länge und Weite eines Kinderfußes zu einer präzisen Schuhgröße, inklusive Zugabe für Wachstum und Abrollen. Entwickelt wurde das System vom Deutschen Schuhinstitut in Offenbach, das seit Jahrzehnten als zentrale Fachinstitution der deutschen Schuhbranche gilt. Schuhe mit dem WMS-Siegel garantieren, dass Kinderfüße gesund groß werden, weshalb sich Eltern seit Generationen auf die damit verbundene Qualität und Passform verlassen.
Inhaltsverzeichnis
Woher weiß ich, welche Weite mein Kind hat?
Die Weite eines Kinderfußes lässt sich zuverlässig nur mit einem professionellen WMS-Messgerät im Fachhandel bestimmen. Kinderfüße verändern ihre Form über die Jahre erheblich: Babyfüße sind noch sehr weich und knubbelig, Kleinkindfüße durch das Fettpölsterchen unter der Sohle eher platt für einen besseren Stand, und Schulkindfüße ähneln mit der langsam entstehenden Wölbung immer mehr einem ausgewachsenen Fuß, bis dieser in der Pubertät fertig ausgebildet ist.
Deswegen ist es so wichtig, regelmäßig die Länge und Weite bestimmen zu lassen, für die richtigen Babyschuhe, Lauflernschuhe oder die passenden Kinderschuhe für weite, schmale oder mittlere Füße. RICOSTA hat es sich seit Beginn an zur Aufgabe gemacht, für jede Kinderfußart den perfekt sitzenden WMS Schuh herzustellen.
Das Qualitätssiegel WMS ist dabei ein zuverlässiges System, um gleichbleibend eine ideale Passform zu garantieren. Im ausgesuchten Schuhfachhandel vermessen Verkäufer:innen mit Hilfe professioneller WMS Fußmessgeräte die kombinierte Größe aus Länge und Weite, inklusive der Zugabe zum Wachsen und Abrollen der Füße.
Das WMS System unterscheidet drei Weiten:
| Kürzel | Weite | Fußtyp |
|---|---|---|
| W | Weit (hier Schuhe in W entdecken) | Kräftige Füße mit großem Ballenvolumen |
| M | Mittel (hier Schuhe in M entdecken) | Durchschnittliche Kinderfüße (häufigste Weite) |
| S | Schmal (hier Schuhe in S entdecken) | Schlanke Füße mit geringem Ballenvolumen |
Eine professionelle Vermessung ist daher unerlässlich für die exakte Bestimmung der jeweiligen Weite.
Sind alle WMS Modelle gleich?
WMS-Partner sind Kinderschuhhersteller, die spezielle Schuhleisten nach den WMS-Vorgaben verwenden und sich dem Qualitätssiegel verpflichtet haben. Derzeit fertigen sieben Kinderschuhunternehmen unter dem WMS-Siegel. Sie treffen sich mehrmals im Jahr in einem Arbeitskreis, um Entwicklungen und Veränderungen bei Kinderfüßen frühzeitig zu erfassen und in die WMS-Kollektionen zu übertragen. Auch die regelmäßige Passformprüfung durch das PFI, Prüf- und Forschungsinstitut in Pirmasens, ist fester Bestandteil dieser Treffen.
Trotz all der Normen empfehlen wir dennoch stets die ausführliche Anprobe neuer Modelle, besonders von verschiedenen Herstellern, um ganz sicher zu gehen, dass minimalste Abweichungen nicht zu einem Passformmangel führen.

Welche Weite kommt am häufigsten vor?
Die Weite „M, Mittel" wird bei RICOSTA und PEPINO am häufigsten benötigt und nimmt damit einen Großteil der Kollektion ein. Hier bestimmt die Nachfrage die Produktrange. Nach aktuellen Studien sind knapp 70 % aller Kinderfüße mit der Weite M am besten versorgt, wie auch das Deutsche Schuhinstitut im Rahmen seiner WMS-Auswertungen kommuniziert. Die beiden anderen Weiten S und W teilen sich die restlichen Prozentpunkte fast gleichmäßig.
Wie oft soll nachgemessen werden?
Kinderfüße sollten in einem Rhythmus von etwa drei Monaten nachgemessen werden. Kinderfüße können sich rasend schnell verändern oder eine Zeit lang gar nicht wachsen. Nicht selten wird sogar eine Schuhgröße übersprungen, wenn ein plötzlicher Wachstumsschub einsetzt. Daher ist die regelmäßige Überprüfung des letzten Messergebnisses unverzichtbar.
Wichtig ist, dass der Schuh den Fuß in der Weite sanft umschließt, damit die Füße auch beim Rennen gut abrollen können, ohne nach vorne zu rutschen. 9 bis 15 mm Zugabe sollten enthalten sein. Bei einem Laufanfänger reichen 9 mm, damit das Kind das freie Laufen und Abrollen mit dem Schuh lernen kann, ohne zu stolpern. Diese Zugabe kann dann nach und nach bis auf 15 mm erhöht werden.
Wann ist der Schuh zu klein?
Ein Kinderschuh gilt als zu klein, wenn weniger als fünf bis sechs Millimeter Zugabe zwischen der längsten Zehe und der Schuhspitze vorhanden sind. Diese Empfehlung stammt direkt vom WMS-System des Deutschen Schuhinstituts und wird auch von orthopädischen Fachverbänden geteilt: Ein gewisser Schubraum muss immer vorhanden sein, damit der Fuß beim Abrollen nicht anstößt.

5 Tipps für den Kinderschuhkauf
1. Erst Schuhe kaufen, wenn das Kind bereits läuft. Vorher empfehlen wir ausschließlich das barfuß Laufen oder Stoppersocken, damit sich Muskulatur und Fußgewölbe frei entwickeln können.
2. Kinder beim Schuhkauf immer dabei haben. Nur so können die Füße vom Fachpersonal gemessen und passende Schuhe gefunden werden. Ein geschulter Blick beim Probelauf durch das Geschäft bestätigt oder korrigiert das gemessene Ergebnis.
3. Zehenraum für ein 1-Cent-Stück einplanen. WMS empfiehlt für neue Kinderschuhe, dass vor den Zehen noch Platz für ein 1-Cent-Stück sein sollte. Dieser entspricht gut zwei Schuhgrößen und wird zum Abrollen und Wachsen benötigt.
4. Weite und Breite prüfen. Damit die Füße nicht nach vorne rutschen oder eingeengt werden, müssen sie sanft umschlossen sein. Das Abtasten des Schuhs am Kinderfuß zeigt, ob das Material spannt oder zu locker sitzt.
5. Auf das WMS-Siegel achten. Es steht für geprüfte Passformen, verlässliche Messgeräte und geschultes Verkaufspersonal, zertifiziert durch das Deutsche Schuhinstitut.

Wie kann ich zuhause zwischendurch messen?
Der Gang ins Fachgeschäft ist manchmal mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden, besonders wenn der nächste Kinderschuhexperte etliche Kilometer weit entfernt zu finden ist. Wir haben als Unterstützung der Familien einige zuverlässige Messmethoden für zuhause zusammengestellt, um auch zwischendurch die Füße der Kinder zu kontrollieren. Unter „Schuhgröße finden" stellen wir diese Möglichkeiten vor, um Eltern jederzeit von zuhause aus ein sicheres Gefühl zu vermitteln, dass die Kinder in passenden Kinderschuhen unterwegs sind, zum Wohle der gesunden Entwicklung der Füße.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was bedeutet WMS bei Kinderschuhen?
WMS steht für „Weit", „Mittel" und „Schmal" und bezeichnet ein Qualitätssiegel des Deutschen Schuhinstituts für Kinderschuhe. Das System kombiniert die Fußlänge mit dem Ballenvolumen und garantiert eine einheitliche, geprüfte Passform. Nur Hersteller mit Lizenz, darunter RICOSTA und PEPINO, dürfen das Siegel führen.
Wie oft sollten Kinderfüße gemessen werden?
Kinderfüße sollten etwa alle drei Monate nachgemessen werden, da sie in Schüben wachsen und einzelne Größen manchmal übersprungen werden. Bei Laufanfängern und in Wachstumsphasen kann ein noch kürzerer Rhythmus sinnvoll sein. Die Passformprüfung erfolgt idealerweise im Fachhandel mit einem PFI-geprüften WMS-Messgerät.
Wie viel Zugabe brauchen Kinderschuhe zum Wachsen?
Kinderschuhe benötigen zwischen 9 und 15 Millimetern Zugabe vor den Zehen. Bei Laufanfängern reichen 9 mm, damit das Kind das freie Abrollen erlernen kann, ohne zu stolpern. Sinkt die Zugabe unter fünf bis sechs Millimeter, ist laut WMS-Empfehlung des Deutschen Schuhinstituts die nächste Größe fällig.
Welche Weite haben die meisten Kinderfüße?
Rund 70 % aller Kinderfüße werden mit der Weite „M" (Mittel) optimal versorgt. Die Weiten „S" (Schmal) und „W" (Weit) teilen sich die restlichen Prozentpunkte nahezu gleichmäßig auf. Deshalb bildet die Weite M den Schwerpunkt der RICOSTA- und PEPINO-Kollektionen, während schmale und weite Modelle das Sortiment ergänzen.
Woran erkenne ich, dass Kinderschuhe zu klein geworden sind?
Kinderschuhe sind zu klein, wenn weniger als fünf bis sechs Millimeter Zugabe zwischen der längsten Zehe und der Schuhspitze vorhanden sind. Weitere Anzeichen sind Druckstellen, rote Zehen, häufiges Stolpern oder wenn das Kind die Schuhe verweigert. Eine schnelle Kontrolle ist mit den Messanleitungen unter „Schuhgröße finden" auch zuhause möglich.







