Mit einer außergewöhnlichen Aktion machte am
24. Februar das Schuhhaus Fischer in Esslingen auf sich aufmerksam. Gemeinsam mit dem DSI und RICOSTA hatte der Händler Ärzte, Erzieher und Kunden sowie die lokale Presse zur Präsentation des ersten deutschen Kinderfuß-Reports geladen. Mit großem Erfolg: Die Themen Kinderfüße und WMS stießen bei den Esslingern auf beachtliches Interesse.
Kinderschuhe sind ein sensibles Thema. Während viele Händler nicht müde werden, über die aufwändige, kostenintensive Pflege ihrer Kinderschuhabteilung zu jammern, gehen andere Schuhhäuser mit geradezu beispielhaftem Engagement an diesen wichtigen Sortimentsbaustein heran. So auch das Schuhhaus Fischer in Esslingen.
Gemeinsam mit dem DSI und dem Hersteller RICOSTA lud der Händler am 24. Februar Eltern, Ärzte, Erzieher, Lehrer und die lokale Presse zu einem Elternabend in seine Geschäftsräume ein. Die Veranstaltung, bei der die Ergebnisse des vom DSI Anfang des Jahres herausgegebenen, ersten deutschen Kinderfuß-Reports präsentiert wurden, stieß bei den Esslingern auf großes Interesse.
„Kinder tragen häufig zu große, in einigen Fällen sogar bis zu
drei oder vier Nummern zu große Schuhe. Außerdem sind die Kinderfüße in den letzten Jahren breiter geworden“, erläuterte Dr. Claudia Schulz, Pressesprecherin beim DSI, die Ergebnisse, die bei der Messung von über 20.000 Kinderfüßen in Deutschland und in der Schweiz gewonnen wurden. Doch Schuhe dürfen für die weichen, formbaren Kinderfüße weder zu klein noch zu groß sein. Sonst können Zehenfehlstellungen, Nagelbettentzündungen, Fuß-, aber auch Hüft- und Rückenprobleme begünstigt werden. Werden die Kinderfüße in ihren sensiblen Wachstumsphasen in der Entwicklung behindert, kann diese Phase später nicht oder nur sehr eingeschränkt nachgeholt werden, so Schulz weiter.
Das DSI wies auf die erheblichen Unterschiede hin, die Kinderfüße in einer Altersstufe aufweisen können. So unterschiedlich Sechsjährige von der Körpergröße sein können, so unterschiedlich können auch die Schuhgrößen sein. Manche Kinder tragen mit sechs Jahren Größe 25 (WMS-Größen als Maßstab genommen), manche aber auch schon 34. Der Durchschnitt zu Beginn der Grundschulzeit liegt bei Größe 30. Tendenziell sind Jungenfüße größer und breiter. Dr. Claudia Schulz riet den anwesenden Eltern: „Kinderfüße wachsen um zwei bis drei Größen pro Jahr. Deshalb sollten Sie am besten alle drei Monate die Schuhgröße im Fachgeschäft nachmessen lassen.“
Wie hoch der Aufwand für die Produktion von qualitativ
hochwertigen Kinderschuhen ist, machten Jörg Ertl und Romina Tancetti von RICOSTA deutlich. Sie informierten die Gäste über die enorme Leisten-, Materialien- und Sohlenvielfalt, ließen die Anwesenden verschiedene Leder und das für die Sohlenproduktion verwendete Polyurethan erfühlen. „RICOSTA setzt alles daran, nachhaltig und umweltverträglich zu arbeiten“, versicherte Ertl den Gastgebern und ihren Gästen.
Da es – wie die Ergebnisse des Kinderfuß-Reports beweisen – in den vergangenen Jahren eine Entwicklung hin zu eher breiteren Füßen gegeben hat, wurden die Maßeinheiten für die WMS-Schuhproduktion entsprechend erweitert. Im Schuhhaus Fischer können sich Eltern darauf verlassen, dass jeder Kinderfuß mit
Hilfe des WMS-Messgerätes genau vermessen wird, um den am besten passenden Schuh zu finden. Dafür sorgen auch in Zukunft Christine Fischer-Lörch und ihre Mitarbeiter mit viel Fachkompetenz und Fingerspitzengefühl.